Das Logo des Deutschen MusikautorenpreisesDas Logo des Deutschen Musikautorenpreises

Chaya Czernowin | Komposition Musiktheater

Gewinnerin Komposition Musiktheater
Chaya Czernowin

Wir gratulieren Chaya Czernowin zum Deutschen Musikautor*innenpreis in der Kategorie Komposition Musiktheater!

Die Jury über Chaya Czernowin

„Chaya Czernowin ist eine der bedeutendsten lebenden Komponistinnen. Ihr Werk ist vielfältig und groß, ihre Musiksprache radikal und eigen. Ihre vier Opern sind wie Schockwellen für die Gattung. Existenzielle Themen macht sie mit ihren Kompositionen für das Publikum erlebbar und spürbar. Wie keine andere schafft sie es, sich immer weiterzuentwickeln, Neues zu suchen und dabei zugleich einen roten Faden durch all ihre Werke zu ziehen.“

Nominierte in der Kategorie
Komposition Musiktheater
Chaya Czernowin
Chaya Czernowin
Chaya Czernowin

Chaya Czernowin (* Dec 1957) is a composer of operas, orchestral and chamber works with and without electronics, which have been performed worldwide. She was composer in residence in Salzburg festival 2005/6, and Lucerne Festival 2013. She is Walter Bigelow Rosen Professor of Music at Harvard University and was a Professor for Composition at the University for Music and Performing Arts Vienna Austria and the University of California San Diego. Czernowin works imaginatively and analytically with metaphors as a means of reaching a sound world which is unfamiliar and is never taken for granted attempting to give a voice to what is internally hidden from one’s view. Main pieces: the opera Pnima; the orchestral piece Maim (50’); HIDDEN (45’) for quartet and electronics; the operas Infinite Now (150’); and Heart Chamber (2018/9); the fabrication of light (2019/20) Atara (2021).
Czernowin’s work was awarded the Composer Prize of Siemens Foundation, Guggenheim fellowship, Fromm, and Kranichsteiner Musikpreis at Darmstadt Ferienkurse, and many others. Both operas Pnima (in 2000) and Infinite Now (in 2017) were chosen as the best premieres of the year in the international critics survey of Opernwelt. Her CD the quiet won the German Record Critics' Prize. Her work is published by Schott, and she is a member of the Akademie der Künste Berlin and the Akademie der Schönen Künste Munich and is on the board of the European Musiktheater Akademie.

Sergej Newski
Sergej Newski
Sergej Newski

Sergej Newski wurde 1972 in Moskau geboren und besuchte dort das College am Staatlichen Tschaikowsky-Konservatorium. Anschließend studierte er Komposition bei Jörg Herchet (Hochschule für Musik in Dresden) und Friedrich Goldmann (Universität der Künste Berlin) sowie Musiktheorie und Musikpädagogik bei Hartmut Fladt (Universität der Künste Berlin). Er erhielt Kompositionsaufträge u. a. von der Staatsoper Stuttgart, Staatsoper Unter den Linden, der Ruhrtriennale, dem SWR-Sinfonieorchester, dem RSO Stuttgart, sowie dem Klangforum Wien, Collegium Novum Zürich, Musik der Jahrhunderte, Orchester MusicAeterna und der Russischen Staatskapelle. Im September 2012 wurde seine Oper „Franziskus“ am Bolschoi Theater in Moskau unter der Leitung von Philipp Chizhevsky uraufgeführt. Die Oper Secondhand-Zeit (Boris) hatte Premiere an der Staatsoper Stuttgart im Februar 2020. Zu den Interpreten seiner Werke zählen Teodor Currentzis, Titus Engel, Christian Tetzlaff und Jakob Diehl, Ensembles wie ensemble Recherche, Neue Vocalsolisten Quator Diotima und viele anderen. Sergej Newski wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter 2014 der Kunstpreis Berlin und 2006 der 1. Preis bei dem Kompositionswettbewerb der Landeshauptstadt Stuttgart für das Stück „Fluss“ (Version 2005). Stipendien erhielt er von der Villa Aurora, der Deutschen Akademie Casa Baldi, der Cité Internationale des Arts Paris, dem Berliner Senat und der Akademie der Künste Berlin, der Villa Serpentara, der Wilfried-Steinbrenner-Stiftung und dem Künstlerhof Schreyahn.

Hans Thomalla
Hans Thomalla
Hans Thomalla

Hans Thomalla ist ein deutsch-amerikanischer Komponist. Er schreibt Kammer- und Orchestermusik, ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt jedoch auf dem Musiktheater. Seine erste Oper „Fremd“ für Solisten, Chor, großes Orchester und Elektronische Klänge wurde im Juli 2011 an der Stuttgarter Oper uraufgeführt. Seine zweite Oper „Kaspar Hauser" war eine Koproduktion des Theaters Freiburg und des Theater Augsburg. Sein jüngstes Musiktheaterstück, „Dark Spring", wurde 2020 Nationaltheater Mannheim uraufgeführt. Thomalla ist Professor für Komposition an der Northwestern University in Chicago und er gründete dort das Institut für Neue Musik, das er leitet. Thomalla studierte Komposition an der Frankfurter Musikhochschule und an der Stanford University. Von 1999 bis 2002 war er Dramaturgieassistent und Produktionsdramaturg an der Staatsoper Stuttgart.
Er erhielt zahlreiche Preise und Stipendien, unter anderem den Förderpreis der Ernst v. Siemens Musikstiftung, den Kranichsteiner Musikpreis, den Christoph-Delz-Preis, den Fromm Commission Prize und ein Guggenheim Fellowship. Im akademischen Jahr 2014/15 war er Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin und im Jahr 2020/21 ist er Fellow am Kaplan Humanities Institut der Northwestern University. Als fiktiver Charakter erscheint Hans Thomalla in Alexander Kluges Geschichtensammlung „Wer ein Wort des Trostes spricht, ist ein Verräter. 48 Geschichten für Fritz Bauer“.