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Sarah
Nemtsov
Kategorie Komposition Musiktheater
Sarah Nemtsov
Sarah Nemtsov
Kategorie Komposition Musiktheater

Die Jurorin über den Deutschen Musikautor*innenpreis: „Ich habe als Jurorin für den Deutschen Musikautor*innenpreis zugesagt, weil ich diese Aufgabe sehr schön finde, von Autorin zu Autor*in jemanden zu würdigen. Es ist eine andere Perspektive, aus dem Schaffen heraus zu schauen. Ich denke, dass bei Preisen oftmals der Erfolg ausschlaggebend ist und nicht immer wirklich von der kreativen Leistung, also der Essenz des Schaffens her beurteilt wird. Dieser Kern des Schaffens ist der Hauptpunkt des Deutschen Musikautor*innenpreises. Natürlich spielen andere Faktoren ebenfalls eine Rolle und die äußere Resonanz schwingt in der Jurysitzung mit, aber Mittelpunkt ist die Auseinandersetzung mit dem Werk.“

Videoportrait Sarah Nemtsov

Sarah Nemtsov wurde 1980 in Oldenburg geboren und studierte Komposition in Hannover und Berlin bei Nigel Osborne, Johannes Schöllhorn und Walter Zimmermann. Sie erhielt zahlreiche Preise und Stipendien, darunter den Busoni-Kompositionspreis der Akademie der Künste Berlin, den Deutschen Musikautor*innenpreis der GEMA oder den internationalen RicordiLAB Kompositionswettbewerb. Sie arbeitet mit namhaften Ensembles und Orchestern zusammen (Deutsches Sinfonieorchester, RSO Wien, HR oder WDR Sinfonieorchester, Ensemble Intercontemporain, Ensemble Musikfabrik, Klangforum Wien, ensemble modern, ensemble mosaik, Ensemble Adapter, Neue Vocalsolisten Stuttgart etc.) und ihre Werke werden bei international renommierten Festivals aufgeführt – wie den Donaueschinger Musiktagen, Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik, Wien modern, ECLAT, Ultraschall, Holland Festival, Musica, Bregenzer Festspiele, Münchener Biennale u.v.m. Nemtsovs Musik besticht durch sensibel ausgehorchte Setups, durch komplexe und energetische Texturen, musikalische Schichtungen und Wechselwirkungen zwischen akustischen Instrumenten und Elektronik. Ihr Werkverzeichnis umfasst über 100 Kompositionen in nahezu allen Gattungen. Seit 2016 werden ihre Werke bei Ricordi verlegt. 2014 unterrichtete Sarah Nemtsov Komposition als Gastdozentin an der Hochschule für Musik und Tanz Köln, im Sommersemester 2018 unterrichtete sie an der Haifa University mit einer DAAD Kurzzeitdozentur. Im Jahr 2020 wurde Nemtsov als „Komponistin des Jahres“ für den Opus Klassik Preis nominiert. 2021 wurde sie als Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste aufgenommen. Zu ihrer Oper SACRIFICE (Premiere 2017 an der Oper Halle) schrieb DIE ZEIT: „Klang wird Raum wird Zeit wird Wirklichkeit“. Derzeit arbeitet sie an ihrer neuesten Oper OPHELIA für das Staatstheater Saarbrücken (UA Mai 2023).