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Annette
Schlünz
Kategorie Komposition Kammermusik
Annette Schlünz
Annette Schlünz
Kategorie Komposition Kammermusik

Die Jurysprecherin über die Arbeit in der Jury: „Gerade die Kategorie Kammermusik erfordert Recherchearbeit, weil es natürlich sehr viele Komponist*innen gibt, die in der Kammermusik und der Neuen Musik arbeiten und gearbeitet haben und preiswürdig wären. Mein Antrieb war es, zu schauen: Wie steht jemand da, wie hat sie oder er sich entwickelt? Wo kommt jemand her, wo geht sie oder er hin? Womit setzt sie oder er sich auseinander, wie experimentell ist sie oder er? Wie spannend ist das, was derjenige oder diejenige macht? Und wie gut ist das Handwerk?“

Videoportrait Annette Schlünz

Annette Schlünz, geboren 1964 in Dessau, lebt als freischaffende Komponistin in Süddeutschland und Frankreich. Von 1983 bis 1987 studierte sie an der Dresdner Musikhochschule Komposition bei Udo Zimmermann sowie bis 1991 an der Akademie der Künste Berlin bei Paul-Heinz Dittrich. Nach Lehrtätigkeit an der Universität Strasbourg unterrichtet sie seit 2018 Komposition am Conservatoire de Strasbourg, wo sie seit 2013 regelmäßig Workshops für junge Komponisten realisiert. Außerdem ist sie Dozentin in den Ferienkursen der Komponistenklasse Dresden. Schlünz ist Jurymitglied zahlreicher internationaler Kompositionswettbewerbe. Sie erhielt den Hanns-Eisler-Preis (1990), den Heidelberger Künstlerinnen-Preis (1998) sowie Stipendien unter anderem für die Deutsche Akademie Villa Massimo Rom (1999), die Akademie Schloss Solitude in Stuttgart (2000), das Elektronische Studio GRAME in Lyon (2005/2008), das Centro tedesco di studi veneziani 2014, den Künstlerhof Schreyahn (2006/2017). Seit 2015 leitet sie die Masterclass für junge Komponisten und Komponistinnen beim Impuls-Festival für Neue Musik Sachsen-Anhalt. Sie ist Mitglied der Akademie der Künste Dresden (seit 2010, seit 2015 Leitung der Klasse Musik), Hamburg (seit 2011) und Berlin (seit 2021) und war drei Jahre im Künstlerischen Beirat der HEAR in Strasbourg – Mulhouse tätig. Sie schrieb Kammer- und Orchestermusik, elektronische und szenische Musik sowie fünf Opern. 2017 wurde ihre Oper „Tre volti“ bei den Schwetzinger Festspielen uraufgeführt. 2019 komponierte sie ein neues Finale für Beethovens Oper „Fidelio“ im Auftrag des Staatstheater Darmstadt, welches unter der Leitung von Daniel Cohen in der Regie von Paul Georg Dittrich in der dortigen Opern-Produktion uraufgeführt wurde.