12.02.2026

Deutscher Musikautor*innenpreis 2026: Sonderpreis für Udo Lindenberg

Deutschrock-Ikone Udo Lindenberg erhält bei der Verleihung des Deutschen Musikautor*innenpreises 2026 der GEMA den „Sonderpreis Inspiration“. Mit seiner Musik inspiriert er bis heute Kolleg*innen und Publikum gleichermaßen. Kurz vor seinem 80. Geburtstag nimmt der Künstler die Auszeichnung im Rahmen der feierlichen Preisverleihung am 26. Februar 2026 in Berlin persönlich entgegen.

Mit dem Deutschen Musikautor*innenpreis „Sonderpreis Inspiration“ würdigt die GEMA in diesem Jahr Udo Lindenberg. Als Songwriter, Performer und Ideengeber begeistert er generationsübergreifend Millionen und inspiriert Musiker*innen seit Jahrzehnten. Für das, was Popmusik in Deutschland erreichen und bedeuten kann, setzte Udo Lindenberg, der am 17. Mai seinen 80. Geburtstag feiert, nachhaltig Maßstäbe. Sein Einfluss auf das musikalische Geschehen und den gesellschaftlichen Diskurs ist bis heute prägend. Den „Sonderpreis Inspiration“ wird Udo Lindenberg am 26. Februar 2026 in Berlin persönlich entgegennehmen.

„Die Inspiration ist der kreative Funke, die Eingebung, die Er-leuch-tung! Der Moment der Idee. Was kann ein Künstler sich Schöneres wünschen, als für seine Inspiration ausgezeichnet zu werden? Für die Quelle, mit der immer alles anfängt…und die – vielleicht – auch andere inspiriert und motiviert? Dank an die GEMA für die Ehre und Inspiration“, sagt Udo Lindenberg.

„Wer sollte das sein in unserer musikalischen Republik, der diesen Sonderpreis Inspiration mehr verdient haben könnte als Udo Lindenberg!“, begründet Dr. Ralf Weigand, Vorsitzender des GEMA Aufsichtsrats, die Entscheidung. „Es dürfte über die letzten vier Generationen nicht viele geben, die seine mit rauchiger Stimme und tief in die Stirn gezogenem Fedora vorgetragenen Songs oder auch Statements nicht kennen und schätzen. Und mit dieser einzigartigen Stilistik und ikonischen Prägnanz war und ist er eben höchste Inspirationsquelle für so viele seiner Kolleginnen und Kollegen: ob es um die Erschaffung von schrägen Charakteren wie ‚Rudi Ratlos‘ oder den heißen Greis geht, um seine Reeperbahn, den weiten Horizont oder um den Sonderzug nach Pankow – er schafft musikalisch Bilder und Sphären, die sofort im Kopf und dem Herzen ankommen und dort einrasten, bleiben und starke Wirkung zeigen. Und kein Grund zur Panik: der Udo hört einfach nie auf und wird uns und alle weiteren Generationen immer inspirieren, stark wie nicht nur zwei, sondern > 1.000!“

Udo Lindenberg: Elder Statesman der deutschsprachigen Rockmusik

Auch in seinem achten Lebensjahrzehnt schreibt Udo Lindenberg weiterhin deutsche Musikgeschichte. Erst 2024 erhielt er gemeinsam mit Apache 207 den Deutschen Musikautor*innenpreis in der Kategorie „Erfolgreichstes Werk“: 21 Wochen belegte ihre Single „Komet“ Platz 1 der deutschen Charts. Damit avancierte das Stück zum bislang erfolgreichsten deutschsprachigen Song aller Zeiten. 

Die Grundlage seines einzigartigen Erfolgs schuf der Künstler vor mehr als 50 Jahren selbst. Anfang der 70er brach er die Konvention, wonach glaubwürdige, song-basierte Rockmusik immer englischsprachig zu sein habe. Spätestens mit seinem 1973 erschienenen Album „Alles klar auf der Andrea Doria“ hatte der aus dem westfälischen Gronau stammende einstige Schlagzeuger von Klaus Doldingers Passport bewiesen, dass sich Deutsch und Rock’n’Roll nicht ausschließen müssen. Udo Lindenberg gab seiner Muttersprache den Witz, die Coolness und die Poesie der Straße zurück – und wurde damit zum Erfinder des Deutschrock.

Es folgten epochale Alben wie „Ball Pompös“ (1974), „Panische Nächte“ (1977) oder „Götterhämmerung“ (1984), ausverkaufte Tourneen, Filme und vieles mehr. Doch immer wieder wies und weist Udo Lindenberg mit seiner Musik weit über rein musikalische Zusammenhänge hinaus. Das reicht vom Soundtrack des gefeierten Hark-Bohm-Films „Nordsee ist Mordsee“ (1976) und seinem legendären „Sonderzug nach Pankow“ (1983), der schließlich zur Begegnung mit dem DDR-Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker führte, bis hin zu seinem unermüdlichen Einsatz gegen Rechtsextremismus und für Toleranz. Seine Vorstellung von einem gerechten und gewaltlosen gesellschaftlichen Miteinander ist sein „Udopia“ (Albumtitel von 1981), für das er schon früh den Begriff „Bunte Republik Deutschland“ geprägt hat.

Bei allen Erfolgen kennt Udo Lindenbergs indessen auch tiefe Täler. Nach den für ihn vergleichsweise eher ruhigen 90ern, gelang ihm 2008 mit dem Album „Stark wie Zwei“ das wohl spektakulärste Comeback der deutschen Musikgeschichte. Mit seinen herausragenden „MTV Unplugged“-Aufnahmen und restlos ausverkauften, energiegeladenen Stadion-Tourneen zündete er eine neue Stufe seiner Karriere. Songs wie „Ganz anders“, eine Kollaboration mit Jan Delay, „Mein Ding“, „Durch die schweren Zeiten“ und schließlich „Komet“ machen deutlich: Mit Udo Lindenberg ist weiterhin zu rechnen. Die Rolle des Elder Statesman der deutschsprachigen Rockmusik verkörpert er perfekt und stark wie kein zweiter. Oder um es mit einem Lindenberg-Song von 2016 zu sagen: „Einer muss den Job ja machen.“


Die Preisverleihung findet am 26. Februar 2026 in Berlin statt. Akkreditierungsanfragen senden Sie bitte an presse@musikautorinnenpreis.de

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Hinweis an die Redaktion

Informationen zum Preis finden Sie unter www.musikautorinnenpreis.de. Pressebilder und Biografien der Nachwuchspreisträger, Nominierten und Jurymitglieder stehen Ihnen zum Download im Pressebereich unter www.musikautorinnenpreis.de/newsroom zur Verfügung. Interviews können über untenstehenden Pressekontakt vereinbart werden.


Über den Deutschen Musikautor*innenpreis

Der Deutsche Musikautor*innenpreis wurde 2009 von der GEMA ins Leben gerufen, um die Komponist*innen und Textdichter*innen der deutschen Musikbranche für ihre herausragenden Leistungen zu würdigen. Unter dem Motto „Autor*innen ehren Autor*innen“ rückt der Preis Musikschaffende in den Vordergrund, die oftmals nicht auf der Bühne stehen. Alle Preisträger*innen sowie Nominierten werden als Mitglieder in die Akademie Deutscher Musikautor*innen (ADMA) aufgenommen. Die Fachjury wird jährlich neu von der ADMA gewählt. In der Akademie sind alle bisherigen Nominierten sowie die Preisträger*innen des Deutschen Musikautor*innenpreises versammelt. Weitere Informationen unter www.musikautorinnenpreis.de und www.adma.de