Award 2022 c. Kevin Riedl

Komposition Musiktheater/Bühne

Julia Mihály

Wir gratulieren Julia Mihály zum Deutschen Musikautor*innenpreis 2026 in der Kategorie Komposition Musiktheater/Bühne!

Fotocredit: J. Harrell

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Nominierte der Kategorie

Komposition Musiktheater/Bühne

Gordon Kampe

Gordon Kampe studierte nach einer Ausbildung zum Elektriker, Komposition bei Hans-Joachim Hespos, Adriana Hölszky und Nicolaus A. Huber. Außerdem Studium der Musik- und Geschichtswissenschaften in Bochum. Mehrfache Auszeichnungen, darunter der Stuttgarter Kompositionspreis, der Komponistenpreis der Ernst-von-Siemens-Musikstiftung und der Rom-Preis. Seit 2017 Professor für Komposition an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt im Bereich des Musiktheaters. Die Genres reichen hier von Stückentwicklungen, Installationen, Hörspielen über Musiktheater für Kinder bis hin zur Oper. Aufführungen seiner Werke u. a. beim Ultraschall-Festival Berlin, dem Warschauer Herbst, der Ruhrtriennale, den Donaueschinger Musiktagen, den Wittener Tagen für neue Kammermusik, dem eclat-Festival, dem Festival now, in der Staatsoper Stuttgart, der Staatsoper München, Staatsoper Hamburg, der Deutschen Oper Berlin, dem Aalto-Theater Essen, der Semperoper Dresden u. v. a.

Julia Mihàly

Julia Mihàly bewegt sich als Komponistin an den Schnittstellen von Neuer Musik, Musiktheater und elektronischer Musik. Schwerpunkte ihrer Arbeiten liegen auf gesellschaftspolitischen Themen der aktuellen Alltags- und Medienkultur. Julia Mihály arbeitet regelmäßig mit verschiedenen Ensembles der Neue Musik - Szene zusammen, wie etwa dem Ensemble Mosaik Berlin, Ensemble Resonanz Hamburg, Fabrik Quartett Frankfurt, Hashtag Ensemble Warschau, oenm – Österreichisches Ensemble für Neue Musik Salzburg, dem Synthesizer-Trio Lange/Berweck/Lorenz Berlin.
Ihre Kurzoper „Souris“ feierte 2023 beim Salzburger Taschenopern Festival unter der Leitung von Dirigent Peter Rundel Premiere. Gemeinsam mit der Regisseurin Franziska Kronfoth entwickelte sie 2025 das Musiktheater „The Taste of Love“ für die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg. Julia Mihály ist Mitbegründerin des Kollektivs Untere Reklamationsbehörde, mit dem Sie Musiktheater und Musikperformances für den öffentlichen Raum entwickelt. Das Stück „[K]1 Zimmer Wohnung“ dieses Kollektivs wurde 2024 im Rahmen des Festivals Wien Modern aufgeführt. Verschiedene Musiktheater - Produktionen, in denen sie über die musikalische Komposition hinaus auch für Texte und das szenische Konzept mitverantwortlich war, wurden an etablierten Spielstätten der Freien Performance - Szene wie etwa in HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden und dem Künstler*innenhaus Mousonturm Frankfurt aufgeführt. Aktuell komponiert Julia Mihály zu einem Libretto von Sina Ahlers ein Musiktheater für das Staatstheater Kassel. Ihr kompositorisches Gesamtwerk wird vom Topus Musikverlag Berlin veröffentlicht. Julia Mihály lebt in Frankfurt am Main.

Vito Žuraj

Kraftvoll und minutiös ausgearbeitete Kompositionen, die häufig theatralische Elemente und räumliche Klangkonzepte einbeziehen, prägen das Schaffen des slowenischen Komponisten Vito Žuraj, der 1979 in Maribor geboren wurde. Seine Musik fand rasch Anerkennung in den internationalen Konzertsälen und wurde von renommierten Klangkörpern wie der New York Philharmonic, dem BBC Scottish Symphony Orchestra, dem Helsinki Philharmonic Orchestra, dem Ensemble Modern und Klangforum Wien aufgeführt.
Er erhielt Kompositionsaufträge unter anderem von den Berliner Philharmonikern (Anemoi), der Oper Frankfurt (Blühen, von der Zeitschrift Opernwelt zur „Uraufführung des Jahres 2023“ gekürt) und dem Ensemble intercontemporain (Ubuquité). Das Symphonieorchester des 
Bayerischen Rundfunks beauftragte ihn mit dem Orchesterwerk Automatones, dessen Uraufführung 2023 von Sir Simon Rattle dirigiert wurde.
Vito Žuraj lässt sich häufig von außermusikalischen Quellen inspirieren: Als leidenschaftlicher Tennisspieler überträgt er Erlebnisse aus konkreten Spielsituationen in eine wachsende Werkreihe – darunter Changeover für Instrumentalgruppen und Orchester, das 2012 mit dem 1. Preis beim 57. Kompositionspreis der Stadt Stuttgart ausgezeichnet wurde. Andere Werke greifen Themen aus dem Leben des Alchemisten Johann Friedrich Böttger, des Erfinders des europäischen Porzellans (Der Verwandler), aus sizilianischen Märchen (Alavò) oder aus 
kulinarischen Ritualen (Hors d’œuvre für Koch-Performer und Orchester) auf. Vito Žuraj wurde mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter dem Claudio-Abbado-Kompositionspreis der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker, dem Anerkennungspreis der Art Mentor Foundation Lucerne und dem Förderpreis der Prešeren-Stiftung, der höchsten slowenischen Auszeichnung für Künstler. Zudem war er Stipendiat der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo, des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia und der Civitella Ranieri Foundation. Vito Žuraj studierte Komposition in Ljubljana, Dresden und Karlsruhe bei Wolfgang Rihm. Seit 2016 ist er Professor für Komposition und Musiktheorie an der Akademie für Musik der Universität Ljubljana, Slowenien.